Warum könnten wir ein räumliches Ende unseres Universums nicht erreichen?

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Morgen Post

Ich bin ein Wettschwimmer und trainiere gerade für Olympia. Dabei befinde ich mich in einem Schwimmbecken. Dieses hat eine Automatik zum Erzeugen eines Gegenstromes. Mein Trainer hat die Geschwindigkeit so eingestellt, dass ich geradeaus schwimmen kann aber quasi nie zum Ende des Schwimmbecken gelange.

Durch das monotone Schwimmen nach vorne beschäftige ich mich gerade mit meinen Gedanken. Mein Körper scheint noch genügend Reserven zu haben und meinem Gehirn ist es dadurch langweilig geworden. Ein paar Gedanken sind zu Fragen übergegangen. Ich weiß, dass es ein Ende des Schwimmbecken gibt. Aber werde ich es jemals erreichen? Oder ist das Schwimmbecken unendlich lang?

Von meiner Sicht aus kann es Sinn machen, dass das Schwimmbecken unendlich lang ist. Denn ich sehe, dass Wasser von vorne nach hinten fließt und ich mich somit bewege. Doch von außen betrachtet bewege ich mich im Wasser aber weder nach vorne noch nach hinten.

Nehmen WIR dieses Gedankenspiel vom Wettschwimmer auf. Wenn wir uns im Universum in eine Richtung bewegen, könnten wir vielleicht zu einem Ende des Universum gelangen. Doch begrenzt die Physik des Universums unsere Maximalgeschwindigkeit. Somit könnten wir vielleicht nie zu einem Ende gelangen, wenn das Universum sich selbst mit dieser Maximalgeschwindigkeit ausbreitet. Daher könnte das Universum selber endlich sein, doch nehmen wir es als unendlich wahr.

Diese These könnte andere Implikationen bedeuten. Ist dadurch ein Universum selber nicht komplett abgeschlossen? Könnten dadurch Übergänge zu anderen Universen stattfinden?

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