Morgen Post

Hat die Zeit das Universum erschaffen?

In der Annahme das die Zeit eine Funktion ist (Was ist die Zeit?), ist die weit verbreitete Ideologie ‘die Erschaffung/Entstehung der Zeit durch das Universums’ dann noch standhaft?

Wenn ich ein Kind in der Schule bin und das erste Mal Mathematik beigebracht bekomme, stoße ich irgendwann auf eine Funktion wie Addieren. 1+1=2. Ich habe ein Element nehme noch eins dazu und erhalte zum Schluss 2 Elemente. Ist dies nicht auch eine Beschreibung der Zeit? Wenn es keine Zeit gibt, kann ich 1+1 ausrechnen? Wann erhalte ich denn mein Ergebnis? Später, früher oder gar nicht? Kann ich eigentlich ein Element ohne Zeit haben? Wann kann ich denn sagen, dass es ein Element gibt? Später, früher oder gar nicht? Somit stellt sich doch die Frage, ob etwas ohne Zeit existieren kann. Doch das wollen WIR gar nicht beantworten. WIR wollen einen Schritt weitergehen.

Der Clou an der Sache ist die Frage: Ist die Auswirkung der Funktion Addieren nicht die Existenz von Elementen selbst?

Wenn ich ein Kind bin und mit Fingern zähle, in welcher Relation zähle ich denn? Was ist eins? Eins ist eins mehr als nichts. Somit kann ich doch, Nichts + 1 = 1, an meinen Finger abzählen. Kann ich somit nicht auch Nichts + Nichts = Nichts abzählen? Keine Finger werden von der Hand gestreckt! Doch das Addieren bleibt. Ich habe nur keine Elemente um die Auswirkung zu erkennen.

Dies ist sehr elementar und wurde schon von vielen anderen philosophischen Beispielen beleuchtet.

 

Wenn ein Baum umfällt und ihn keiner hört, ist er umgefallen?

 

Dies zielt auch auf die Frage ab: Existiert etwas auch wenn wir die Auswirkungen nicht sehen?

Nehmen WIR also an, es existiert etwas ohne das es Auswirkungen gibt.  In der Mathematik gibt es einen Trick um etwas zu erschaffen. Nichts = -1 + 1, habe ich somit etwas geändert? Für die Gleichung habe ich nichts geändert. Aber ich habe nun -1 und +1 erschaffen! Also ein Etwas und das Gegenstück dazu.

Mmmhh, ich nenne nun  +1 Universum und -1 auch Universum, dass das Gegenteil ist von +1. Also kann in diesem Gedankenspiel die Zeit das Universum doch selber erschaffen, oder nicht? Ist ein Universum nicht einfach nur eine Beschreibung einer Zeitfunktion? Gibt es somit nicht unendlich viele unterschiedliche Zeiten, wie das Multiplizieren (1*2=2) und somit unendlich viele Beschreibungen der ‘Zeiten’ alias Universen?

Fragen über Fragen….die aber die Anfangs erwähnte Ideologie – das Universum hat die Zeit erschaffen – im Mark erschüttern lassen könnte. Welche Auswirkungen dann erst die Antworten haben mögen?

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